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Was sind die Vorteile des Schrittmachers?
Atemschrittmacher ermöglichen eine aus physiologischer Sicht bessere Atemtätigkeit, da die Einatmung durch negativen Druck erfolgt, während bei einem Beatmungsgerät die Luft unter positivem Druck in die Lunge gepumpt wird.
Diese Einatmung durch negativen Druck erlaubt normales Sprechen und erleichtert das Essen und Trinken. Der Patient ist beweglicher, auch ermöglicht der geräuschlose Betrieb des Schrittmachers den Besuch der Schule oder die Teilnahme an gesellschaftlichen Veranstaltungen.
Da die Notwendigkeit zum Absaugen meist abnimmt, sind Patienten mit Atemschrittmachern meist weniger anfällig für Atemwegsinfektionen. Auch werden beträchtliche Kosteneinsparungen erzielt, da die Menge des Absaugmaterials, der Beatmungschläuche usw. erheblich gesenkt werden kann.
Bei welchen Patienten können Atemschrittmacher eingesetzt werden?
Damit sie einwandfrei arbeiten, erfordern Atemschrittmacher einen funktionierenden Phrenikusnerv und ein intaktes Zwerchfell.
Bei Patienten mit hoch gelegener Tetraplegie (HWK1 oder HWK2) ist nur selten ein Trauma der Zwerchfellnerven vorhanden. Diese Patienten sind meist gute Kandidaten für einen Atemschrittmacher. Bei Patienten mit tiefer liegenden Verletzungen (HWK3 oder HWK4) ist es möglich, dass die Zwerchfellnerven zum Zeitpunkt der Verletzung beschädigt wurden. Für diese Patienten ist unter Umständen ein weiteres Screening erforderlich.
Neben den normalen Untersuchungen vor dem Eingriff umfassen die üblichen Screeningverfahren Folgendes:
• EMG-Untersuchung des Leitungsvermögens des Phrenikusnerven,
• Tests der Pulmonalfunktion, und
• Polysomnographie.
Patienten, die am kongenitalen zentralen Hypoventilationssyndrom - auch Undine-Syndrom genannt - oder an anderen Formen zentraler Schlafapnoe leiden, sind ebenfalls sehr gut für die Atmung per Schrittmacher geeignet. Bei vielen dieser Patienten kann das Tracheostoma verschlossen werden.
Selbst Patienten mit Phrenikusparese oder Schäden am Phrenikusnerv können Kandidaten sein, solange sie über ein intaktes Zwerchfell verfügen.

