Einleitung


Atemschrittmacher sorgen bei beatmungsabhängigen Patienten, die an Tetraplegie, zentraler Schlafapnoe oder Phrenikusparese leiden, für erheblich gesenkte Pflegekosten und für eine viel höhere Lebensqualität.



Was ist ein Atemschrittmacher?

Ein Atemschrittmacher wird auch als Zwerchfellschrittmacher bezeichnet. Er kann bei den meisten Patienten mit Rückenmarksverletzungen und anderen Beschwerden des Zentralnervensystems als Ersatz für mechanische Beatmungsgeräte eingesetzt werden. Das System besteht aus chirurgisch implantierten Elektroden und Empfängern sowie aus einem externen Sender, der über biegsame Antennen, die über den Empfängern getragen werden, Funksignale an die Implantate sendet.

Das System hat sich als unbedenklich und für den langfristigen Einsatz als wirksam erwiesen. So tragen zwei Patienten bereits seit über dreißig Jahren einen Schrittmacher, bei zahlreichen anderen ist er seit mehr als zwanzig Jahren im Einsatz.

Wie funktioniert er?

Der Sender erzeugt eine Serie von Impulsen, die von der Antenne als Radiowellen durch die Haut gesendet werden. Der Empfänger verwandelt die Radiowellen in elektrische Impulse, welche über die Elektrode zum Phrenikusnerv gelangen. Der Nerv leitet diese Impulse dann an das Zwerchfell, das sich daraufhin zusammenzieht, wodurch Luft in die Lunge angesaugt wird. Sobald die Impulse enden, entspannt sich das Zwerchfell und es erfolgt die Ausatmung. Diese Impulsserie wird zyklisch wiederholt, daraus ergibt sich ein normales Atemmuster.


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